Peppol Day Finland 2026: Von der elektronischen Rechnungsstellung zu einer globalen digitalen Sprache

Peppol entwickelt sich rasch über die E-Rechnung hinaus zu einem globalen Standard für digitale Geschäftskommunikation. Die wichtigsten Erkenntnisse vom Peppol Day Finland 2026.

Am 21. April nahm unser Geschäftsführer am Peppol Day Finland 2026 teil, bei dem eine zentrale Botschaft hervorstach: Peppol entwickelt sich rasch über die E-Rechnung hinaus zu einem globalen Standard für digitale Geschäftskommunikation.

Das zentrale Motto der Veranstaltung — „Unlocking Global Trade Efficiency with Peppol“ — spiegelt einen breiteren Wandel wider, der in ganz Europa und darüber hinaus stattfindet. Peppol geht es nicht mehr nur um Rechnungen. Es wird zu einer gemeinsamen digitalen Sprache, die Unternehmen, Systeme und Regierungen verbindet.

Eine neue Rolle für Peppol im globalen Handel

Die Konferenz begann mit einer kraftvollen Aussage:

„Verbindung zwischen Ländern, zwischen Unternehmen. Standards teilen, Fortschritt teilen.“

Dies erfasst die Richtung des gesamten Ökosystems. Peppol positioniert sich nun als Rahmenwerk, das nicht nur die Rechnungsstellung, sondern auch Bestellung, Logistik und Berichterstattung innerhalb eines einzigen interoperablen Netzwerks ermöglicht.

Finnland: Eine führende digitale Volkswirtschaft

Finnland setzt weiterhin den Maßstab für die Reife der E-Rechnung:

  • Über 25 Jahre Erfahrung mit E-Rechnungen
  • Mehr als 90 % Einführungsrate
  • Rund 325 Millionen jährlich verarbeitete Rechnungen

Das Land stellt nun vollständig auf Peppol um und löst nationale Formate wie Finvoice und TEAPPSXML ab. Die finnische Peppol-Behörde betonte eine klare Strategie: Keine neuen länderspezifischen Lösungen schaffen, wenn internationale Standards bereits existieren.

Peppol gilt nun als Teil der kritischen Infrastruktur Finnlands, und die Regierung erweitert aktiv dessen Nutzung. Seit April 2024 wurde Advanced Ordering eingeführt, mit dem Ziel, die Anzahl der E-Bestellungen jährlich zu verdoppeln.

Niederlande: Organisches Wachstum im großen Maßstab

Die Niederlande bieten ein starkes Beispiel für marktorientierte Einführung:

  • 50 % aller B2B-Rechnungen werden bereits über Peppol versendet
  • Über 11.000 Teilnehmer
  • 55 aktive Dienstleister
  • Netzwerkwachstum von +21 %

Ihr Erfolg basiert auf der Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern, nationalen Behörden und Softwareanbietern. Sicherheitsrahmenwerke wie eIDAS und NIS2 gewährleisten Vertrauen und Compliance im gesamten Netzwerk.

ViDA und Echtzeit-Berichterstattung

Die bevorstehende Initiative „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ (ViDA) wird die Landschaft erheblich verändern:

  • Verpflichtende digitale Echtzeit-Berichterstattung (DRR)
  • Stichtag: 1. Juli 2030

Dies erfordert die nahezu Echtzeit-Übermittlung von Rechnungsdaten an die Steuerbehörden. Selbst fortschrittliche Märkte wie Finnland halten den Zeitplan für ambitioniert.

Für Unternehmen ist die zentrale Anforderung klar: ein reibungsloser Übergang ohne technische Barrieren.

Deutschland: Vorbereitung auf XRechnung 4.0

Deutschland durchläuft umfassende technische Änderungen im Einklang mit europäischen Standards:

  • EN 16931-1:2026 genehmigt und voraussichtlich Mitte 2026 verfügbar
  • XRechnung 4.0 geplant für Ende 2026

Wichtige Aktualisierungen umfassen:

  • Entfernung der strengen Beschränkung 1 Bestellung → 1 Rechnung
  • Einführung branchenspezifischer Erweiterungen
  • Integration von XML-Anhängen in das Kernmodell
  • Angleichung an Echtzeit-Berichterstattung (ViDA)
  • Umstellung auf neue Syntaxformate (UBL 2.5 und CII D25A)

Diese Änderungen erfordern erhebliche Aktualisierungen seitens der Dienstleister und Softwaresysteme.

Über die Rechnungsstellung hinaus: Der vollständige Dokumentenfluss

Einer der wichtigsten Erkenntnisse der Veranstaltung ist die Erweiterung von Peppol über die Rechnungsstellung hinaus.

Der zukünftige Dokumentenfluss wird voraussichtlich wie folgt aussehen:

Katalog → Bestellung → Bestellbestätigung → Versandavis → Frachtbrief → Rechnung

Dieser durchgängige Ansatz ermöglicht die vollständige Digitalisierung des Beschaffungs- und Lieferkettenprozesses.

Globale Expansion: Zusammenarbeit mit Japan

Die Einführung von Peppol beschränkt sich nicht mehr auf Europa.

Japan ist 2024 dem Netzwerk beigetreten und macht bereits rasche Fortschritte. Während viele Organisationen derzeit Rechnungen über Peppol empfangen, entwickeln sich die Ausgangsprozesse noch weiter, mit einem Übergang von PDF-basierten Workflows zum vollständig strukturierten Datenaustausch.

Was das für Unternehmen bedeutet

Der Peppol Day Finland hat deutlich gezeigt, dass sich die Rolle von Access Points erweitert.

Es geht nicht mehr nur um das Versenden von Rechnungen. Unternehmen benötigen Lösungen, die Folgendes unterstützen:

  • Mehrere Dokumententypen entlang der Lieferkette
  • Compliance mit sich entwickelnden Vorschriften
  • Grenzüberschreitende Interoperabilität
  • Sicherer und skalierbarer Datenaustausch

Fazit

Peppol wird zum Rückgrat des digitalen Handels.

Mit beschleunigter Einführung und dem Inkrafttreten von Vorschriften wie ViDA müssen Unternehmen bereit sein, in einer vollständig digitalen, standardisierten Umgebung zu operieren.

Für Unternehmen, die einen Access Point nutzen, ist dies eine strategische Chance — nicht nur, um compliant zu bleiben, sondern um ihren gesamten Dokumentenaustauschprozess zu optimieren und zukunftssicher zu gestalten.

Webware Internet Solutions beim Peppol-Netzwerktreffen in Kassel

 

Peppol networking

Als Technologieanbieter und Entwickler des Invoice Portal nahm Webware Internet Solutions am Peppol-Netzwerktreffen am 12. und 13. November in Kassel teil. Die Veranstaltung bot wertvolle Einblicke in regulatorische Entwicklungen, technische Roadmaps und strategische Trends im europäischen eInvoicing-Umfeld.

Austausch mit Behörden, Dienstleistern und Industrie

Besonders wichtig war der direkte Dialog mit KoSIT, öffentlichen Institutionen und führenden Marktakteuren. Diskutiert wurden:

  • Weiterentwicklungen der eRechnung-Standards

  • Anforderungen an XRechnung und Peppol BIS

  • die zunehmende Bedeutung interoperabler Plattformen

  • Herausforderungen für Unternehmen in B2B und B2G

Der Wissensaustausch unterstrich den wachsenden Bedarf an skalierbaren, sicheren und zukunftssicheren Lösungen für elektronische Rechnungsprozesse.

Webwares Rolle in der digitalen Infrastruktur

Als Anbieter von EDI-, eInvoicing- und Integrationslösungen arbeitet Webware Internet Solutions daran, digitale Geschäftsprozesse für Unternehmen jeder Größe effizienter zu gestalten.

Durch unsere Arbeit im Bereich Peppol und internationale Rechnungsstandards können wir unseren Kunden hochverfügbare Schnittstellen, Compliance-Funktionalitäten und stabilen Datenaustausch bieten.

Blick in die Zukunft

Die Impulse aus Kassel fließen direkt in unsere Produktstrategie ein — von neuen Schnittstellen bis hin zu erweiterten Automatisierungsfunktionen für das Invoice Portal und weitere Webware-Lösungen

Intersolar Europe 2025

E-Rechnungs-Gipfel in Düsseldorf

Am 21. und 22. September 2020 sind wir als Partner beim E-Rechnungs-Gipfel in Düsseldorf dabei: e-rechnungsgipfel.de. Unser invoice-portal.de bietet Ihnen eine effiziente und innovative Lösung für einen sicheren elektronischen Rechnungsaustausch an und garantiert einen reibungslosen Datentransfer. Kommen Sie gerne auf uns zu! Unser hoch engagiertes und erfahrenes Team steht Ihnen für eine persönliche Beratung gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf zwei spannende Tage!

#ERechnung #ERGI20 #webwareinternetsolutions #digitalisation #einvoicing #letsconnect #invoiceportal #erechnungsgipfel2020

Health Centre Buryansungwe

 

Wie Sie vielleicht auf unserer Seite bereits gelesen haben, unterstützen wir die TOGETHER Stiftung bei Ihren vielfältigen Projekten in Uganda.
In diesem Jahr fördern wir den Bau einer Solarstromanlage für das Health Centre in Buryansungwe.
Viele ländliche Regionen in Uganda sind nicht an die öffentliche elektrische Energieversorgung angeschlossen. Um elektrischen Strom zu erhalten muss auf dezentrale Energieversorgung zurückgegriffen werden, ermöglicht durch Batteriespeicher und Solaranlagen.
Unterstützt von unterschiedlichen Firmen und unter Einsatz ihrer innovativen Lösungen hat die TOGETHER Stiftung für die Standorte Buryansungwe und Kooki den Bau mehrerer dezentraler Energieversorgungen ermöglicht. Unter anderem können Lehrer und Schüler so auch nach Sonnenuntergang die gespeicherte Sonnenenergie in den Abend- und Nachtstunden verwenden.
Das Projekt ist im vollen Gange. Batterien und Module sind bereits bestellt und der Schaltschrank in Produktion. Ende Januar soll die Hardware verschickt werden. Schon im Juni 2020 wird dann ein Team mit der Montage beginnen.

Weitere Informationen über die Projekte finden Sie auf der Internetseite der TOGETHER Stiftung.



Webware auf der Smart Country Convention in Berlin

Für 3 Tage waren unsere Mitarbeiter auf der Smart Country Convention in Berlin. Die Smart Country Convention ist eine jährliche Messe, die den Austausch zwischen Unternehmen und Verwaltungen zu den Themen der Digitalisierung von Verwaltungen und öffentlichen Behörden fördert. Neben spannenden Vorträgen und Diskussionen rund um Energie, Mobilität, elektronische Rechnungen und vieles mehr, haben wir neue Kontakte knüpfen und uns mit Unternehmen austauschen können. Wir haben uns sehr gefreut, neue Erkenntnisse zur digitalen Zukunft Deutschlands und Europas sammeln zu dürfen.